Stefan Rindlisbacher: Umweltschutz und völkische Degenerationsängste. Günther Schwab und die ökologische Rechte in Österreich, in: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften, 36(3), 159–179.
https://doi.org/10.25365/oezg-2025-36-3-8
Dieser Artikel untersucht die Beziehung zwischen ökologischen Bewegungen und der extremen Rechten in Österreich. Im Mittelpunkt steht Günther Schwab: ein vielfach ausgezeichneter Pionier des Umweltschutzes und Schriftsteller. Er wird als Beispiel einer ökologischen Rechten vorgestellt, die im Verlauf des 20. Jahrhunderts völkische Anschauungen, Biologismus und Sozialdarwinismus mit Natur- und Umweltschutzanliegen verband. Neben Schwabs Verstrickung in den Nationalsozialismus zeigt der Beitrag, wie er extrem rechte ökologische Vorstellungen in der Nachkriegszeit in neue Umweltbewegungen, wie die Anti-Atom-Bewegung, integrierte. Der Artikel macht nicht nur die langen Traditionslinien der ökologischen Rechten sichtbar, sondern schärft auch das Bewusstsein dafür, dass der Natur- und Umweltschutz nie ausschließlich eine Domäne der politischen Linken war, sondern dass immer auch extrem rechte Akteure daran beteiligt waren.
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